Welche pflanzlichen Proteinquellen sind die besten?
Soja, Hülsenfrüchte und Seitan liefern die höchsten Proteinmengen pro Portion. Für den Muskelaufbau werden in der Literatur vor allem die Gesamttagesmenge und das Aminosäureprofil diskutiert.
Quellen mit hoher Proteindichte
Zu den effizientesten pflanzlichen Proteinquellen zählen Sojaprodukte (Tofu, Tempeh, Sojaflocken), Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Bohnen) und Seitan. Messina et al. (2018) bezeichnen Sojaprotein in ihrer Übersichtsarbeit als qualitativ vergleichbar mit tierischen Proteinen, da das Aminosäureprofil alle essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge enthält.
| Lebensmittel | Protein pro 100 g |
|---|---|
| Seitan | ca. 25 g |
| Tempeh | ca. 20 g |
| Tofu (fest) | ca. 15 g |
| Linsen (gekocht) | ca. 9 g |
Leucin als begrenzender Faktor
Leucin wird in der Sporternährungs-Literatur häufig als relevante Aminosäure im Zusammenhang mit Muskelaufbau genannt. Pflanzliche Quellen weisen im Durchschnitt einen geringeren Leucingehalt auf als tierische. Berrazaga et al. (2019) empfehlen daher für vegan lebende Kraftsportler eine um etwa 20 bis 30 Prozent höhere Gesamtproteinzufuhr oder die gezielte Kombination verschiedener Quellen (z. B. Getreide + Hülsenfrüchte).
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Auf die WartelisteQuellen
- Messina, M., et al. (2018). Evaluation of the potential of soy protein to support muscle protein accretion. Int J Sport Nutr Exerc Metab, 28(6). PubMed
- Berrazaga, I., et al. (2019). The role of the anabolic properties of plant- versus animal-based protein sources in supporting muscle mass maintenance. Nutrients, 11(8). PubMed
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2020). Vegane Ernährung — Position der DGE. dge.de