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Push Pull Legs Split: Wie gut ist PPL wirklich?

Paul Hummel Zuletzt geprüft 20. April 2026 5 Min Lesezeit
Push Pull Legs Split: Wie gut ist PPL wirklich?
Kurze Antwort

Der Push Pull Legs Split (PPL) teilt das Training in Drücken, Ziehen und Beine. Bei 6 Einheiten pro Woche wird jede Muskelgruppe zweimal trainiert, bei 3 Einheiten einmal. Bei gleichem Wochenvolumen zeigen Meta-Analysen für den Muskelaufbau keinen nennenswerten Unterschied zwischen beiden Varianten.

Was bedeutet Push Pull Legs?

Der PPL-Split ordnet Übungen nach Bewegungsmuster in drei Trainingstage:

Grafik: PPL-Varianten: Frequenz pro Muskelgruppe

PPL und Trainingsfrequenz

Eine frühe Meta-Analyse von Schoenfeld et al. (2016) sprach dafür, jede Muskelgruppe mindestens zweimal pro Woche zu trainieren. Die größere Folgeanalyse mit 25 Studien fand dagegen bei gleichem Volumen keinen signifikanten oder nennenswerten Einfluss der Frequenz auf das Muskelwachstum (Schoenfeld et al., 2019). Für die Maximalkraft finden Pelland et al. (2026) einen positiven Effekt höherer Frequenz, wenn auch mit abnehmendem Ertrag. Mehr dazu: Push Pull Legs – 3 oder 6 Tage pro Woche?

PPL-Varianten im Vergleich

VarianteFrequenz/Muskelgruppe
PPL 3x pro Woche1x / Woche
PPL 6x pro Woche2x / Woche
PPL 5x im 8-Tage-Rhythmus~1,8x / Woche

Wer sollte PPL nutzen?

PPL mit 6 Einheiten pro Woche eignet sich vor allem für Trainierende mit viel Zeit, die ein hohes Trainingsvolumen auf kürzere Einheiten verteilen wollen. Das ACSM nannte 2009 als Richtwert 2 bis 3 Trainingstage pro Woche für Einsteiger, 3 bis 4 für Fortgeschrittene und 4 bis 5 für sehr Erfahrene – sechs Tage liegen darüber. Wer weniger Zeit hat, kann PPL auch an 3 Tagen trainieren, sofern pro Muskel genug Sätze zusammenkommen.

Die klassische 6er-Variante bedeutet sechs Trainingstage pro Woche. Wer realistisch nur drei- bis viermal trainieren kann, wählt nach Vorliebe PPL an 3 Tagen, einen Oberkörper-Unterkörper-Split oder Ganzkörpertraining. Laut Ramos-Campo et al. (2024) unterscheiden sich Split- und Ganzkörpertraining bei gleichem Volumen nicht signifikant.

Stärken und Schwächen

Stärken. Die logische Gruppierung nach Bewegungsmuster reduziert Überschneidungen zwischen Einheiten und erlaubt gezielte Spezialisierung pro Tag. Für die schwereren Grundübungen stehen pro Trainingstag frische Muskelgruppen zur Verfügung.

Schwächen. Bei nur 3 Einheiten pro Woche muss das gesamte Wochenvolumen eines Muskels in eine einzige Einheit passen, was die Trainings verlängert. Zudem ist der hintere Schulterkopf nur im Pull-Workout adressiert, während die vordere Schulter im Push-Workout mitbelastet wird – ein Ungleichgewicht, das langfristig korrigiert werden sollte, etwa durch gezielte Face Pulls oder reverse Flys im Pull-Tag.

Alternativen zu PPL

Für drei bis vier Trainingstage pro Woche sind ein Oberkörper-Unterkörper-Split (Upper/Lower) oder Ganzkörpertraining gängige Alternativen. Einen direkten Studienvergleich mit PPL gibt es nicht; bei gleichem Volumen zeigt die Forschung keinen Vorteil eines bestimmten Split-Typs (PPL oder Upper/Lower?). Für fünf Einheiten pro Woche kann ein hybrides Format aus Upper/Lower plus gezielten Schwachstellen-Tagen sinnvoll sein.

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Quellen

  1. Schoenfeld, B. J., Ogborn, D. & Krieger, J. W. (2016). Effects of Resistance Training Frequency on Measures of Muscle Hypertrophy: A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Medicine, 46(11), 1689–1697. PubMed
  2. Schoenfeld, B. J., Grgic, J. & Krieger, J. (2019). How many times per week should a muscle be trained to maximize muscle hypertrophy? A systematic review and meta-analysis of studies examining the effects of resistance training frequency. Journal of Sports Sciences, 37(11), 1286–1295. PubMed
  3. Pelland, J. C., Remmert, J. F., Robinson, Z. P., Hinson, S. R. & Zourdos, M. C. (2026). The Resistance Training Dose Response: Meta-Regressions Exploring the Effects of Weekly Volume and Frequency on Muscle Hypertrophy and Strength Gains. Sports Medicine, 56(2), 481–505. PubMed
  4. American College of Sports Medicine (2009). Progression models in resistance training for healthy adults. Medicine & Science in Sports & Exercise, 41(3), 687–708. PubMed
  5. Currier, B. S., et al. (American College of Sports Medicine) (2026). Resistance Training Prescription for Muscle Function, Hypertrophy, and Physical Performance in Healthy Adults: An Overview of Reviews. Medicine & Science in Sports & Exercise, 58(4), 851–872. PubMed
  6. Ramos-Campo, D. J., Benito-Peinado, P. J., Andreu-Caravaca, L., et al. (2024). Efficacy of Split Versus Full-Body Resistance Training on Strength and Muscle Growth: A Systematic Review With Meta-Analysis. Journal of Strength and Conditioning Research, 38(7), 1330–1340. PubMed
  7. Baz-Valle, E., Balsalobre-Fernández, C., Alix-Fages, C. & Santos-Concejero, J. (2022). A Systematic Review of The Effects of Different Resistance Training Volumes on Muscle Hypertrophy. Journal of Human Kinetics, 81, 199–210. PubMed
Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische, ernährungsmedizinische oder therapeutische Beratung. Bei Erkrankungen, Schwangerschaft, Medikamenteneinnahme oder Unsicherheiten sollte fachlicher Rat eingeholt werden.